Überflieger mit großen Plänen

Die Schweizer Condair Group ist der Weltmarktführer für Luftbefeuchtung und Verdunstungskühlung. In Norderstedt fand das Unternehmen die perfekte Landebahn für seinen internationalen Erfolg.

Hinter dem Namen „Condair“ vermuten viele Menschen zunächst eine Fluglinie. Weit gefehlt: Condair produziert Geräte für die Raumluftbefeuchtung. Die Anlagen der Unternehmensgruppe sorgen für ein perfektes Klima in Großraumbüros, Produktionshallen oder Museen; zu den Kunden gehören zahlreiche Global Player ebenso wie der Louvre und die Elbphilharmonie. Ein Überflieger ist Condair also in jedem Fall: Das Unternehmen ist mit 750 Mitarbeitern in 67 Ländern aktiv und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 150 Mio. Euro.

Internationale Drehscheibe im Norden

Um die Märkte in Europa, Afrika, Asien und dem Nahen Osten noch effektiver zu betreuen, eröffnete Condair im Juni 2017 seine neue Produktions- und Logistikzentrale in Norderstedt.

Auf einem 13.000 qm-Grundstück im Gewerbegebiet Nordport legte das Unternehmen seine Fertigungswerke aus der Schweiz, England, Dänemark und Hamburg zusammen. „Wir haben hier eine wichtige Drehscheibe für unsere weitere Internationalisierung geschaffen“, erläutert Vorstandsvorsitzender Oliver Zimmermann.

Erste Wahl: NORDGATE!

Die NORDGATE-Region setzte sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen zahlreiche Mitbewerber durch. „In der engeren Wahl waren neben Deutschland als unserem zweitgrößten Markt auch viele osteuropäische Länder“, erklärt Oliver Zimmermann. Über eine Center-of-Gravity-Analyse kristallisierte sich Norddeutschland schließlich als ideale Region heraus. Ein großer Pluspunkt von Norderstedt war, dass Condair auf der bestehenden Mannschaft seines früheren Hamburger Standortes aufbauen konnte. Noch mehr zählten aber die logistischen Vorteile: „Wir haben zwar nur eine geringe Fertigungstiefe, aber alles muss durchgetaktet sein, von der Lieferung über die Montage bis zum Einbau unserer Anlagen. Hier erreichen uns Überseecontainer aus China ebenso schnell wie LKW-Transporte aus Osteuropa. Für unsere eigenen Auslieferungen ist vor allem die Luftfracht entscheidend – auf den Baustellen zählt jede Minute!“

Die Extrameile zum Erfolg

Für den Vorstandsvorsitzenden spielte auch der menschliche Faktor eine entscheidende Rolle: „Die Entwicklungsgesellschaft Norderstedt und weitere Partner haben uns von Anfang an spüren lassen, dass wir hier willkommen sind. Alle Beteiligten haben am gleichen Strick gezogen – sei es durch die prompte Lieferung von detaillierten Unterlagen, einen persönlichen Anruf beim Ministerpräsidenten oder die Vermittlung regionaler Dienstleister. Sie sind für uns immer die berühmte ‚Extrameile‘ gegangen – so konnten wir unseren Zeitplan in Rekordzeit umsetzen!“ Der Schweizer Oliver Zimmermann lebte selbst vier Jahre in Hamburg und lernte in dieser Zeit den norddeutschen Humor und die hanseatische Verlässlichkeit kennen und lieben: „Da ist ein Wort ein Wort, das schätze ich einfach!“

Showroom der Nachhaltigkeit

Heute ist der Neubau am Nordportbogen viel mehr als ein Produktionswerk. Wer das lichtdurchflutete Foyer betritt, erlebt die Condair-Welt mit allen Sinnen. Mit innovativer Technik und interaktiven Elementen repräsentiert das Gebäude die Unternehmensvision „Produktivität, Nachhaltigkeit und Gesundheit durch Luft und Wasser.“ Dass die Flugzeuge direkt über dem Gebäude auf den Hamburger Flughafen einfliegen, trägt erheblich zur Faszination bei; aus dem Personalrestaurant im oberen Stock blicken die Mitarbeiter direkt auf die Landebahn. In Norderstedt ist der Firmensitz mittlerweile zum beliebten Veranstaltungsort geworden. „Auch die lokale Wirtschaftsförderung ist für uns ein tolles Netzwerk, dessen Ressourcen wir zukünftig auch für die Mitarbeitergewinnung nutzen möchten“, so Oliver Zimmermann.

Auf einer optionalen Erweiterungsfläche von 5.000 qm kann Condair das bestehende Gebäude Richtung Flughafen verlängern. „Wir werden diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, sobald wir zusätzliche Produktlinien für den privaten Wohnbereich produzieren“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Wenn es soweit ist, sind die Lichter der Landebahn nur noch wenige Meter entfernt – und Condair ist startklar für seinen Expansionskurs in alle Welt.

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